2. Reitintegrationstag 13.04.2014

Guttenthau/Speichersdorf. (hia) Die Ressonanz auf den zweiten
interkulturellen Reitintegrationstag in Rosenhof bei Guttenthau sprengte
alle Erwartungen. 100 Kinder und Jugendliche, die Eltern noch gar nicht
mitgerechnet, drängten am Sonntag auf die Anlage des Reitclubs am Kulm.
„Es war ein schönes Event, vielen Dank nochmals an alle Beteiligten –
vielleicht klappt’s ja mal wieder“, so C- Trainerin Silke Hertel nach einem
gleichwohl anstrengenden Nachmittag. Erste RCK-Vorsitzende Renate Schupfner
hatte die kleinen Gäste und die vom Sozialraumteam in Empfang genommen. Denn
an so einen Ansturm konnten sich die Organisatoren vom Reitclub und Dolores
Longares-Bäumler vom Sozialraumteam nicht erinnern. Es schien als sei die
ganze Kinderwelt mit Migrationshintergrund in der Gemeinde an diesem
Nachmittag auf den Beinen. 70 Prozent der Teilnehmer kam aus aller Herren
Länder. Besonders stark vertreten überwiegend türkische Kinder und
Jugendliche. Dank des fortgesetzten Bundesprogramm „Toleranz fördern –
Kompetenz stärken“ erlebte die Zusammenarbeit des Reitvereins mit dem
Sozialraumteam eine Neuauflage. Einen ganzen Nachmittag waren interessierte
Kinder, Jugendliche und junge Familien eingeladen, beim kostenlosen Pony-
und Pferdeführen mitzumachen, Tiere zu striegeln und zu streicheln, am
Pferderassenquiz teilzunehmen oder am internationalen Buffet zu schlemmen.
Zur kulinarischen Abrundung hatten sich die Verantwortlichen Unterstützung
von den Frauen der „Interkulturellen Kochgruppe“ geholt. Sie mixten ein
Menue mit Speisen aus Spanien, Türkei, Russland, China und Deutschland. Jung
wie Alt ließen sich die spanischen Tortilla, türkischen Börek, original
chinesischen Frühlingsrollen, den russischen Zupfkuchen und natürlich
Kaffee, Tee und kühle Getränke schmecken. Für einen reibungslosen Ablauf am
Buffet und an der Kaffeebar sorgten dabei fleißige Mütter.
Eingangs gab es von den Guttenthauer Pferdeprofis Informationen rund um das
richtige Striegeln und Pflegen der Pferde. Anschließend durften sie Gäste
auf den Rücken der Pferde Platz nehmen und ihre Runden drehen. Auch viele
Mütter mit Migrationshintergrund, allen voran Dolores Longares-Bäumler vom
Sozialraumteam selbst, nutzten die Gelegenheit und versuchten sich auf dem
Rücken der Pferde. Nicht nur Christina Neubing hatte bei dem Andrang ihre
liebe Mühe. Sie war non stop damit beschäftigt, Kinder aufs Pferd rauf und
wieder runter zu befördern und für Chancengleicheit und Ordnung zu sorgen.
Die vielen fleißigen Mädels der Reiterjugend um Sabine Ströhlein, Sarah
Deubzer und Eva-Marie Reiß halfen beim Ponyführen und Parcoursaufbau.
Mächtig Spaß hatten die Kleinen auch beim Hindernislauf mit Thea Heier vom
Jugendtreff, die hier die Kinder betreute und für die Sieger Gummibärchen
bereithielt. Es gab auch kaum jemand der sich nicht am Pferdequiz versuchte.
Da wurde nach Namen der Ponies des Reitclubs am Kulm ebenso gefragt wie nach
den Herkunftskontinenten der vereinseigenen Pferderassen. Happig wurde es
dabei vor allem bei den Merkmalen und Eigenheiten der Pferderassen aus
Afrika. Dem Sieger winkte eine kostenlose Reitstunde! Für viele war ein
erlebnisreicher Nachmittag nach gut zweieinhalb Stunden viel zu früh vorbei.
Kein Wunder, dass sie die Organisatoren mit dem Wunsch nach einer
Wiederholung bombadierten.

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